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Richard und Erika Arlt - Zwei Leben für die DDR

Archiv

Lebensdaten

Jahr

Richard Arlt

Erika Arlt Politische Ereignisse
1911 5.5.1911 in Oberhartmannsdorf als 2. Kind geboren. Schwester: Elli,    
1914

1.8.1914: Tod des Vaters u. Großvaters

  28.7.1914. Weltkrieg 1 beginnt
1918

  11.11.1918. Weltkrieg 1 endet
1921 Mutter Klara Arlt heiratet Alfred Seibt Kapp Putsch, Streikbewegung
1923     Wirtschaftskrise, Inflation, Währungsreform
1925 Abgang Schule, Konfirmation   1926 Volksbegehren: Fürstenenteignung
1926

30.3.1926 in Oberröblingen am See Geburt Erika Röther als 2. Kind nach ihrem zwei Jahre älteren Bruder Karl-Heinz (1924-1945)  
1928

1.Schicht als Bergarbeiter

Umzug nach Theißen/Zeitz Panzerkreuzer-Affaire
1929

Mitglied SPD, Kirchenaustritt

   
1931

tritt dem KPD Ortsverein bei
Entlassung wegen Streikaufruf

1932

Politische Arbeit für die KPD

  Reichtagswahlen
1933 R.Arlt arbeitet im Untergrund gegen die NSDAP   30.1.1933 Hitler z. Kanzler ernannt
27.2.1933 Reichtagsbrand
1936 Verhaftung, z.2 1/2 Jahren  Zuchthaus verurteilt. Kommt n. Brandenburg-Görden Olympiade in Berlin
Freiheitskampf i. Spanien
1937

nach Dessau-Roßlau verlegt

   
1938

Arbeit in Nieder-Ullersdorf, Grube Therese

Umzug nach Hohenmölsen 10.11. Kristallnacht
1939

beginnt ein Ingenieur Fernstudium

Umzug nach Bruckdorf/Halle ´2. Weltkrieg beginnt mit Überfall auf Polen
1940

Konfirmation i. Dieskau, dann Handelsschule i. Halle, Mitglied in der Rhönradsportgruppe, Halle  
1942

zum Strafbataillon 999 eingezogen

zahlreiche Briefe an unbekannte Soldaten
Pflichtjahrmädel in Queis
 
1943

Französische Kriegsgefangenschaft
Algerien

Rechnungsführerin Gut Lochau, dann (15.4.43) Rittergut Niederbeuna erste Bombenangriffe auf Leuna
1945

Tod d. geliebten Bruders Karl-Heinz 12.4. US-Army besetzt Region Halle
Welrtkrieg 2 endet am 8.5.
18.3.45 FDGB in Aachen gegründet
1947

Rückkehr, 10 Juli Ankunft in Goldschau
Mitglied in der SED, im FDGB, Arbeit in Theißen, Grund Paul 2, dann Weißwasser

Arbeit im Versand/Expedition Brikettfabrik Bruckdorf/Halle
Mitglied in der FDJ u. d. SED, Kirchenaustritt
Ostpreussen kommt zu Polen,
Familie Seibt flieht in die SBB
1948

Kreisparteischule Niesky

Rechnungsführerin Gut Lochau 20.6.48 einseitige Währungsreform West
16.1.VVN gegründet, Ausstellung 'Das andere Deutschland'
1949 Technischer Mitarbeiter Zentralvorstand IG Berbau/Halle
Bezirksparteischule Wettin/Ballenstedt
Leiter Abt. Braunkohle Zentralvorstand IG Bergbau (bis 1958)
  23.5. Westzonen erlassen 'Grundgesetz' 7.10. Gründung DDR, 1. Verfassung m. Volksabstimmung angenommen
USA: Höhepunkt der Kommunistenverfolgung Mc Carthy
1950 Heirat Anna Sündermann, Geburt von Sohn Peter Stenotypistin Ammendorf
gewählte Stadtverordnete Stadtparlament Halle
15.10. erste Volkskammer und Kommunalparlamente gewählt
1951 Werksleiter Grube Halle/Ammendorf
Tod der Ehefrau Anna
im Juli Mitglied in der VVN
Mitglied in der Demokratischen Sportbewegung Verbot der VVN in der BRD, 2.8. in Frankfurt/Main Polizeidurchsuchung im VVN Büro, Protestbriefaktion in der DDR
1952 Werksleiter inm BKW Domsdorf/Tröbitz
Kulturhaus gebaut
VVN Gedenkstätte Tröbitz eingeweiht
Kündigung der Arbeitsstelle als Stenotypistin
erneut Stadtverordnete Stadtparlament Halle
 
1953 21.2.1953 heiratet Erika Röther heiratet Richard Arlt im Februar Auflösung der VVN i.d. DDR
17.6. Protestdemonstrationen in der DDR
1954 In den wissenschaftlich-technischen Rat der Hauptverwaltung Kohle Berlin berufen (v.Fritz Selbmann)    
1956 Patent Streckenvortriebsmaschine an den Staat verkauft gründet Rhönradgruppe f. Kinder als Teil der Betriebssportgemeinschaft 'Akivist'  
1957 Prozess gegen R.Arlt wegen Fahrlässigkeit i.Zshg mit Waldbrand Umzug n. Domsdorf, Einschulung von Peter Arlt, gibt Stadtverordnetenmandat auf  
1958 Sporthalle Tröbitz gebaut
Aufnahme Studium Bergbauingenieur Freiberg
  Schirdewan-Wollweberkrise führt zu politischen 'Säuberungen'
1958 Studium an der Bergakademie Freiberg zum Diplom Ingenieur aufgenommen und 1960 abgeschlossen    
1960 Betriebsleiter Erdölbohrung Ludwigslust    
1961 Produktionsleiter Brieske-Ost   Bau der DDR Grenzanlagen u. d. Berliner Mauer (13.8.)
1963 Eigenheimbau in Tröbitz fertiggestellt    
1966 4.9. feierliche Einweihung jüdischer Friedhof, Tröbitz DDR Meisterschaft Rhönrad i. Tröbitz  
1971 Ruhestand Schreibkraft beim Wehrkreiskommando Bad Liebenweerda
1973   11.September: Militärputsch in Chile
1974 Vorsitzender des Kreiskomitees antifaschistischer Widerstandskämpfer  Finsterwalde, Calau, Lübben, Luckau ermittelt Totenlisten des Verlorenen Transports , Gespräche mit Zeitzeugen, Gemeinschaftgrab am Kilometer 106,7 bei Langennaundorf entdeckt Komitee antifaschistischer Widerstandskämpfer gegründet
1975   Am 8.5. Gedenkstätte Langennaundorf (30. Jahrestag der Befreiung) eingeweiht  
1976   Schreibkraft bei VEB Elektro Witt, Tröbitz  
1978   Beendet Arbeitstätigkeit  
1984 Seit 1974 zahlreiche Vorträge, Veranstaltungen Komitee antifaschistischer Widerstandskämpfer aufgelöst
1986 Dokumentation zur Geschichte des Komitees antifaschistischer Widerstandskämpfer erstellt
1987 Namenstafeln für 17 Opfer ohne Grabstelle auf dem jüdischen Friedhof angebracht Dokumentation 'Niemals Vergessen' über die Geschichte des Verlorenen Transports fertiggestellt
1989 23.4. Einweihung Gedenkstätte Langennaundorf (101,6) Grenzkontrollen DDR-BRD entfallen
1995 Feier: 50 Jahre Befreiung des Verlorenen Transports, Enthüllung Gedenkwand mit d. Namen von 550 Toten  
1997 2.6. Verleihung Bundesverdienstreuz am Bande  
1999 25.8. Tod Richard Arlt 23.4. Broschüre 'Die jüdischen Gedenkstätten des Verlorenen Transports' erscheint  
2008   Preis für Heimatgeschichtedes Landkreises Elbe Elster  
2011   2. erweiterte Auflage der Broschüre 'Die jüdischen Gedenkstätten des Verlorenen Transports erscheint
Austritt aus der PDS nach 54 Jahren
 
2014   2. Mitarbeit an der Open Air Ausstellung zum jüdischen Friedhof  
2015   23.4. Einweihung der Open Air Ausstellung zum 70. Jahrestag der Befreiung)
12.11. Tod Erika Arlt

 

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