Vorschlag zur Neuordnung der Namenskissen auf dem JEF
im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Jüdischen Friedhofs (1965) sind einige Gräber verschwunden, Gräber von Exhumierten aber geblieben. Als man an jedes Grab erstmals Namenskissen anbrachte, geschah dies aufgrund eines Schreibens der Gemeinde Tröbitz an den Gartengestalter Herrn Rautenstrauch (30.11.1964, Q.:Arlt-Archiv) , der den Auftrag, von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen, nach Vorgabe
umsetzte.
Seit der Friedhof dann 1966 offiziell neu geweiht wurde, blieben die Namenskissen meist unverändert. 17 Gräber waren nicht mehr vorhanden. Für sie wurde auf Erika Arlts Drängen 1989 zwei gesonderte Tafeln mit 17 Namen aufgestellt - an der Stelle, wo sich seit 1995 die große Gedenkwand mit den Namen von 549 Opfern befindet.
Da die Grabsteine mittlerweile sehr verwittert sind, meist unleserlich, sollten die Grabsteine erneuert werden und in diesem Zuge die Fehler, wo möglich, korrigiert werden.
Dies könnte in drei Schritten geschehen:
1. Korrektur der falsch geschriebenen Namen und der Grabsteine, die am falschen Platz liegen.
2. Restaurieren der individuell von den Angehörigen gestalteten Grabinschriften.
2. Neuanbringen der fehlenden Grabstellen, von denen der Standort sicher dokumentiert ist.
Ausgangspunkt der Grabnummerierung der Reihen 1 und 2 sollte die Aufstellung aus dem Tagebuch von Meir Schweizer sein (s. pdf Dokument, Quelle Ghetto Fighter Museum). In unserer Aufstellung wird wie folgt verfahren:
Reihe-Nr & Grab-Nr. nach Schweizer.
Da Schweizer die Bestattungen von 1 bis 94 durchnummerierte, laufen die Grab-Nummern beim Wechsel von Reihe 1 auf 2. weiter.
Reihe 3, die von Schweizer nicht mehr dokumentiert werden konnte, da er Tröbitz Anfang Juni '45 verließ, folgt der Aufstellung nach der Liste des niederländischen Roten Kreuz von Ende 1945 (Q: Arolsen-Archiv).
Die Grabnummern beginnen wieder bei 1.